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Cervia Trainingslager – Teil 2, Italy

Words and photos by Epic Rider Tobias Denzinger
Please follow this link to read Part 1.
Tag 8 - Oh Mann … weiter geht’s nach der Kurve Das Wetter hier mag uns nicht :( Schon wieder mussten wir Trainingseinheiten verschieben und zwar das Schwimmtraining vor das Radtraining. Also morgens 5 Kilometer schwimmen und dann ab aufs Rad. Da wir 120 km fahren mussten, rechnete niemand mit einer bergigen Strecke. „Pustekuchen“…. So eine Radausfahrt habe ich noch nie erlebt. Auf unserer Runde waren 6 Berge. Eigentlich waren es keine richtigen Berge. Es waren sehr steile Anstiege, bei denen man hoffte, dass nach der nächsten Kurve der Anstieg endet. Meistens war es aber nicht so. Beim letzten Berg ging bei mir gar nichts mehr. Ich habe mir sogar überlegt abzusteigen, habe mich jedoch noch durchgebissen und es dann doch noch geschafft. Bei den Abfahrten mit dem ganzen Bremsen strengte es dann auch noch die Handgelenke sehr an. Den morgigen Regenerationstag haben wir uns auf jeden Fall verdient!

Tag 9 - Kein „Strafschwimmen“ Gerade bin ich von meinem Mittagsschlaf aufgewacht. Schade, dass man dies nicht jeden Tag machen kann. Nach dem Frühstück habe ich mich schon mental auf die 3 Trainingseinheiten vorbereitet, die noch alle vormittags anstanden. Zuerst haben wir im Kraftraum unsere Athletik Einheit gemacht. Das Programm war relativ anstrengend - vor allem weil wir am Schluss eine Übung 4 Minuten halten mussten. Wer es nicht schaffte, für den hieß es, für jede 10 Sekunden, welche nicht geschafft worden sind 25 Meter Schmetterling zu schwimmen.
Wobei wir schon beim Schwimmen wären (ich musste zum Glück keine Strafbahnen ziehen). Nach ein einhalb Stunden haben wir auch dies geschafft. Direkt danach noch die letzte Trainingseinheit mit sehr viel Technik Training. Fünfzehn Minuten einlaufen und dann eine halbe Ewigkeit sehr interessante und neue Laufübungen, bei denen ich meine Technik verbessern kann.

Tag 10 - Hartes Lauftraining Nach 70 Radkilometer wurde die Trainingseinheit abgeschlossen. Nach dem Mittagessen hatten wir dann erst mal eine sehr große Pause um uns zu erholen denn um 17:30 war schnelles Lauftraining angesagt. Fünf Mal eintausend Meter flottes Tempo. Leider durften wir uns während der Pausen nicht hinsetzen oder hinlegen. Nach einer solchen Einheit weiß man, was man geschafft hat. Ich war so fertig, dass ich nur noch ganz locker auslaufen konnte, was schon gar nicht mehr als auslaufen zu bezeichnen war. Jetzt die Beine hochlegen und einfach versuchen zu schlafen. Für die Königsetappe morgen muss ich fit sein.
Tag 11- Die Königsetappe Die Königsetappe ist ins Wasser gefallen und das wortwörtlich. Nach dem ersten Berg haben sich meine Beine noch erstaunlich gut angefühlt. Beim 2ten Berg gab es dann einen Platte bei unserem Guide Luigi. Das Beste war, dass ich Ihm noch sagte: „Du verlierst Luft“. Er verstand dies aber leider falsch und dachte, dass ich mein, dass er nicht mehr kann J So ist er noch weiter gefahren bis erst keine Luft mehr im Reifen war und das dann auch noch in seiner Lunge… Oben gab es dann ganz dichten Nebel. Bis Luigi seinen Platte repariert hatte, hat es angefangen zu regnen. Also haben wir die Etappe absagen müssen und sind total durchgenässt so schnell wie möglich mit Daniel Unger als Pacemaker heim gerast.

Achso: Habe noch vergessen, dass wir dann noch eine lockere Meer-Schwimmeinheit gemacht haben. Die Wellen waren recht flach und so konnten wir auch gut schwimmen. Freiwasser ist einfach besser als Kachel-Zähl-Trainingseinheiten J Als wir endlich im Hotel angekommen waren, musste ich mich erst mal schön warm abduschen und warm anziehen. Jetzt ist es nur noch ein Trainingstag mit allen 3 Disziplinen und dann nur noch die Heimfahrt geplant.
Tag 12 - Letzten Tag genießen Bis jetzt habe ich das Training gut überstanden. Bin gesund und munter J Heute waren noch 50 Kilometer Radfahren angesagt und im Anschluss noch ein Koppellauf. Dann mussten wir unsere Taschen packen, denn unser Busfahrer war pünktlich da, so dass wir gleich noch abends laden konnten. Vor dem Laden gab es jedoch noch eine schnelle Schwimmeinheit. Quasi um am letzten Tag noch einmal alles zu geben. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich alles ohne Überlastungsschäden, Sturz,… überstanden habe.

Tag 13 - Abreise Der Letzte Tag des Trainingslagers: Morgens um kurz vor 6 aufstehen, frühstücken und dann ab in den Bus. Dort konnte ich jetzt noch ein bisschen schlafen. Jetzt bin ich wieder froh, nach Deutschland zu kommen, um dort mal wieder heimisches Essen zu kochen und einfach die guten Straßen zu genießen. Kurze Zusammenfassung: - Trotz einigen Unfällen hat es mich nicht erwischt - Gesund über das ganze Trainingslager - Nur 20 Radkilometer weniger als geplant war - trotz schlechten Wetters - Keinen Platten - Keine muskulären Problemchen - Essen war okay, aber leider nicht sehr abwechslungsreich (es gab weder Pizza noch italienisches Eis ) Jetzt sind es noch 2 Wochen bis zu dem ersten Triathlon. Das bedeutet, dass jetzt langsam die Saison beginnt, auf die ich mich schon sehr mit dem ganzen neuen Material freue.

 

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